Dienstag, 26. Mai 2015

Thorsbergmantel


Mantel im "Thorsberg-Design"

Teil 2: Kulisse, Kostüm oder Einzelstück - Was tun mit dem Thorsbergmantel?

 

Nach längerer Pause nun Teil 2 der Micro-Serie. Es soll hier um ein paar Ideen gehen: Was tun mit dem Textil und mit den "Erkenntnissen" aus der Herstellung (siehe http://archaeotechnik-crumbach.blogspot.de/2015/01/prachtmantel.html). Zum einen habe ich natürlich das getan, was heute fast unvermeidlich ist: Fotos, Fotos und Fotos um zu zeigen, was ich nun wieder gewebt habe.


Einen großen Teil meiner Präsentationen für Museen basiert auf einem (der gewünschten Epoche angepassten) Info-Stand zur Herstellung von Textilen. Neben diversen Arbeitsproben und Geräten, meinem Gewichtswebstuhl und verschiedenen Anschauungstafeln und Geräten sind eigentlich immer "ganze" (also ergänzte) Kostümbestandteile dabei. Diese können herumgereicht, auch gern mal "anprobiert" werden. Zum Glück sind alle Stücke waschbar, Unfälle mit Schlumpfeis und Sonnenöl hatten meine Schaustücke bisher nicht. Ein Einsatz für meinen Mantel ist also meine "Show-Sammlung" zu ergänzen (edit: zumindest ein kleine Weile).
Eine weitere Aufgabe ist natürlich Werbeträger zu sein. Ich fertige und verkaufe Textilen.
Was mir am meisten am Herzen liegt sind, neben den Textilen selbst, Bilder von Textilen. Genauer: Bilder von Kostümen. Das ist die eigentliche Leitfrage für diesen Eintrag.

 

Schon kurz nach Auffindung wurden durch R. Stettiner der Begriff "Prachtmantel" für die Gewebefragmente mit brettchengewebten Kanten verwendet. Eine erste und nachliegende Idee wäre also die Kombination "Textil und Moortümpel"

In diesem Fall ein Stauteich an der A3 bei Duisburg und mein nachgearbeitetes Textil im
Schein der Märzsonne:


 
Sobald ich das Textil zu einem Kostümbestandteil mache, kommt mein Mann ins Spiel.
Hier mit Kostüm an der Kupferhütte in Duisburg Hochfeld:

 

Mann und Hintergrund werden Teil einer Inszenierung. Jedes Foto, jede Pose trägt zum Eindruck beim Betrachter bei (und spiegelt letztendlich meinen Stil, also meine eigene Einstellung, zu Kostümen).

 

                                    Klassisch als Bestandteil einer Krieger-Inszenierung:


 
                                                               Oder eher nachdenklich:

 


 
Die Auswahl der Bilder spiegelt ohne ein weiteres Wort meine Vorstellung von Kontext und
Epoche. Meine Vorstellung ist geprägt von ca. 100 Jahre Rezeption und Rekonstruktion um einen bedeutenden Textilfund aus Ostholstein, wobei Thorsberger-Moor allein schon üppigere Assoziationen weckt als "Feuchtgebiet bei Süderbrarup". So ist mein liebstes Bild aus der Serie ein sehr friedliches geblieben:


 
 
           Austausch und Diskussion herzlich willkommen!

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